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Verschärft Düsseldorfer Tabelle 2022 Armut?

 

Die Vorschläge der Unterhaltsrechtskommission des Deutschen Familiengerichtstags regt grundlegende Veränderungen an, wie etwa die Düsseldorfer Tabelle nur noch für ein Kind statt wie bisher auf zwei auszurichten. Der Selbstbehalt für erwerbstätige Unterhaltsverpflichtete soll auf 1.230 Euro, für Nichterwerbstätige auf 1.000 Euro erhöht werden. So will die Kommission eine angemessene Relation zwischen Mindestunterhalt (= 1. Stufe der Düsseldorfer Tabelle) und notwendigem Selbstbehalt sicherstellen, da der Mindestunterhalt seit 2008 um 40%, der Selbstbehalt dagegen nur um 29% gestiegen sei.

Dazu die Bundesvorsitzende des VAMV Daniela Jaspers:

"Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Denn die Rechnung geht nur auf, wenn der Mindestunterhalt auch tatsächlich den Bedarf des unterhaltsberechtigten Kindes deckt. Dies ist aktuell nicht der Fall. In der Konsequenz springen die Alleinerziehenden in die Bresche und sichern den Bedarf des Kindes aus ihrem eigenen Einkommen, soweit vorhanden. (Im Jahr 2018, als der Mindestunterhalt bei 399 Euro lag, gaben Alleinerziehende durchschnittlich 710 Euro für ein in ihrem Haushalt lebendes Kind aus, davon 200 Euro allein für Wohnkosten.) Anstatt den bereits jetzt nicht existenzsichernden Kindesunterhalt weiter zu kürzen, müssen neue Anknüpfungspunkte anstelle des sächlichen Existenzminimums für den Kindesunterhalt diskutiert und festgelegt werden, die zu einem guten Lebensunterhalt für Kinder führen."

Ausführliche Stellungnahme des VAMV zu den Änderungsvorschlägen für die Düsseldorfer Tabelle 2022 finden Sie hier.

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